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Knifflige Aufgaben zur Technischen Hilfeleistung

Herrstein-Niederwörresbach. – Vergangene Woche stellten sich die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Herrstein-Niederwörresbach einer ganz besonderen Herausforderung. Unter dem Übungsthema Technische Hilfeleistung – Heben und Bewegen von Lasten warteten verschiedene Knobelaufgaben, die nicht nur den sicheren Umgang mit den Einsatzmitteln forderten, sondern auch ein hohes Maß an Teamarbeit. Ziel solcher Übungen ist es, Einsatzkräfte bestmöglich auf reale Einsatzszenarien vorzubereiten – etwa bei Verkehrsunfällen, wenn zur Rettung von Menschen Lasten sicher bewegt werden müssen.


Die Ausgangslage war dabei alles andere als alltäglich: An einem bereitgestellten Schrott-PKW mussten alle vier Reifen über Kreuz gewechselt werden – ohne die Räder oder Fahrzeugteile mit den Händen zu berühren. Als wäre das nicht schon schwierig genug, stand zusätzlich auf dem Fahrzeugdach ein randvoll gefüllter Eimer mit Wasser, der während der gesamten Übung nicht verschüttet werden durfte.


Zur Lösung standen den Feuerwehrleuten die Geräte des mittleren Löschfahrzeugs (MLF) zur Verfügung. Neben Ausrüstung für die Brandbekämpfung gehört dazu eine umfangreiche Ausstattung für die technische Hilfe. Zusätzlich kamen zwei hydraulische Winden zum Einsatz, die normalerweise auf dem Rüstwagen verlastet sind. Nachdem das Fahrzeug mithilfe geeigneter Rettungsmittel angehoben und gesichert war, konnten die Schrauben gelöst und die Reifen mit Unterstützung – etwa dem Spreizer oder dem sogenannten Halligan-Tool – vorsichtig bewegt und an ihrer neuen Position montiert werden. Anschließend konnte das Fahrzeug vorsichtig wieder abgelassen werden.


An einer zweiten Übungsstation bestand die Aufgabe darin, zwei Gitterboxpaletten nur mit Hilfe der Ausstattung des Rüstwagens zu bewegen. Dabei kamen unter anderem Hebekissen zum Einsatz.


Hebekissen sind besonders vielseitig einsetzbare Rettungsmittel. Sie bestehen aus widerstandsfähigem, gummiertem Material, das mit Druckluft aus Atemluftflaschen gefüllt wird. Durch die gleichmäßige Ausdehnung können sie Lasten von mehreren Tonnen präzise und kontrolliert anheben. Typische Einsatzgebiete sind: Befreiung eingeklemmter Personen bei Verkehrsunfällen, das Anheben oder Verschieben von Fahrzeugen, Trümmern oder schweren Maschinen, Abstütz- und Sicherungsarbeiten bei Gebäudeeinstürzen oder Bauunfällen.


Der Vorteil von Hebekissen liegt in ihrer flachen Bauweise: Schon in wenigen Zentimetern Höhe können sie unter Lasten positioniert werden, wo andere Hebegeräte keinen Platz finden.


Doch die technische Herausforderung war nur ein Teil der Aufgabe. Vor allem gute Kommunikation, präzise Absprachen und das Zusammenspiel aller Beteiligten waren entscheidend, um die Übung erfolgreich zu meistern. „Solche Übungen sind ein wichtiger Teil unserer Ausbildung“, betonten die Ausbilder Julian Dunkel und Niklas Lohr. „Sie vermitteln uns nicht nur den sicheren Umgang mit unseren Geräten, sondern stärken auch das Vertrauen und das Miteinander im Team.“


Am Ende konnten die Teilnehmenden die knifflige Aufgabe erfolgreich lösen – und unter Beweis stellen, dass Technik und Teamgeist Hand in Hand gehen.



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