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Übungsdienst – Start ins 2. Halbjahr

  • 18. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Nach der Sommerpause ist unser Übungsdienst wieder gestartet. Zum Auftakt beschäftigten wir uns intensiv mit dem Thema Gefahrstoffeinsatz und GAMS+.

Zu Beginn vermittelten unsere Ausbilder Dirk Hachenthal und Niklas Lohr in einem Theorie- und Präsentationsteil wichtige Grundlagen. Dabei wurden die Einsatzgrundsätze beim GAMS-Einsatz, die Aufgaben der verschiedenen Trupps sowie die unterschiedlichen Formen des Körperschutzes wiederholt und vertieft.


Doch wofür steht GAMS eigentlich?

G – Gefahr erkennen

A – Absperren

M – Menschenrettung durchführen

S – Spezialkräfte nachfordern


Die GAMS-Regel dient insbesondere als wichtige Orientierung für die ersten Maßnahmen bei einem Gefahrstoffeinsatz.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Aufgaben der einzelnen Trupps und der Frage, welcher Körperschutz bei welcher Einsatzlage erforderlich ist. Dabei wurde auch thematisiert, wann ein Chemikalienschutzanzug (CSA) zum Einsatz kommt. Ein CSA wird insbesondere dann getragen, wenn Einsatzkräfte bei gefährlichen Stoffen mit einer erheblichen Gefährdung durch direkten Kontakt oder gefährliche Stoffkonzentrationen rechnen müssen. Die Entscheidung über die erforderliche Schutzkleidung erfolgt immer abhängig von der jeweiligen Lage und Gefährdungsbeurteilung.

Auch die Dekontamination wurde ausführlich besprochen. Dabei ging es um den Aufbau und die Funktionsweise eines Dekontaminationsplatzes sowie um die Notdekon, die bei einer unmittelbaren Gefährdung bzw. Kontamination von Einsatzkräften schnellstmöglich durchgeführt werden kann. Für den Aufbau eines größeren Dekonplatzes wird bei entsprechender Lage der Gefahrstoffzug des Landkreises Birkenfeld hinzugezogen.

 Im praktischen Teil stand anschließend die Leckageabwehr im Mittelpunkt. Angenommen wurde ein ausgelaufenes Fass mit einer besonders großen Beschädigung. Ziel war es, die Austrittsstelle möglichst schnell und effektiv abzudichten.


Hierfür gibt es je nach Schadenslage unterschiedliche Abdichtmaterialien und -möglichkeiten, beispielsweise:

* Dichtkeile

* Leckdichtkissen

* Rohrdichtkissen

* Holzkeile bzw. andere geeignete Keile

* Abdichtpaste bzw. spezielle Dichtmittel

Bei unserem Übungsszenario war die Öffnung des Fasses so groß, dass eine herkömmliche Abdichtung nicht ausreichte. Deshalb wurde mit Hebekissen, einer Plane und Spanngurten gearbeitet. Durch diese Kombination konnte die Öffnung vollständig abgedeckt und das Leck zu 100 % abgedichtet werden.


Wusstest du schon?

Bei einem Gefahrguteinsatz muss nicht automatisch sofort ein CSA getragen werden. Der erforderliche Körperschutz richtet sich immer nach dem Gefahrstoff, der Gefährdung und der konkreten Einsatzlage. Deshalb ist es besonders wichtig, die Lage zunächst zu erkunden, Gefahren zu erkennen und die richtigen Schutzmaßnahmen festzulegen.

 Ein lehrreicher Übungsdienst, bei dem sowohl theoretisches Wissen aufgefrischt als auch verschiedene Möglichkeiten der Leckageabwehr praktisch ausprobiert werden konnten.



 
 
 

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